Willkommen beim NABU Rottenacker

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl naturkundlicher Exkursionen in die Natur an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

  

Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier in Rottenacker aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei unseren monatlichen Treffen vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Vorstand oder indem Sie über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.

Ausblick:

Berichte über Ausflüge und  Aktivitäten

Frühlingswanderung am 26.03.2022

Vom Rathaus in Rechtenstein aus machten sich bei strahlendem Wetter eine Gruppe Naturinteressierter auf den Weg nach Emeringen. Zunächst ging es bergauf und dann hinab zur Brücke über die Braunsel. Prächtig war der Blick vom kleine Aussichtsturm auf den Zusammenfluss von Braunsel und Donau. Überrascht war die Gruppe auch von der Vielfalt an Frühblühern, 10 verschiedene Arten konnten gezählt werden: u.a. Veilchen, Nieswurz, Anemonen, Schlüsselblumen, Seidelbast. Durchs "Franzentäle" ging es hinauf nach Emeringen, vorbei an dem mit Märzenbechern dicht bewachsenen Hang und von dort auf dem Höhenweg mit herrlichem Blick auf Rechtenstein mit seiner markanten Burg wieder zur Braunsel und an ihr zurück zum Ausgangspunkt.

Dorothee und Josef Steiner

Arbeitseinsatz: Nistkästenreinigung und Storchennestreinigung

Nistkästen-Reinigung: Nachdem eines unserer Teams bereits im Oktober einen Teil der Nistkästen gereinigt hat, fand bei bestem Vorfrühlingswetter  am Samstag, 12. Febr. 2022, eine weitere unserer Nistkasten-Reinigungsaktionen statt. Entlang des "Schnakenwegs" neben der Donau wurden von drei unserer Mitglieder zahlreiche Nistkästen für die neue Brutsaison vorbereitet. Dabei konnte festgestellt werden, dass ca. 70 Prozent der Nistkästen belegt waren. Zur Ergänzung wurden drei neue Kästen aufgehängt.

 

Storchennest-Reinigung: Am Freitag, 25.2. wurde - wie jedes Jahr - das Storchennest auf dem Kamin beim Wasserkraftwerk gereinigt. Bei gerade noch akzeptablen Wetterbedingungen konnte das Nest fachmännisch auf die neue Brutsaison vorbereitet werden. Hoffen wir, dass dieses Jahr wieder Storchennachwuchs aufgezogen wird, nachdem die letzte Brutsaison leider erfolglos war. Großer Dank geht an unseren "Storchennest-Beauftragten" und an die Freiwillige Feuerwehr Munderkingen für den Einsatz mit der Drehleiter.

 

Baugebiet "Schwärze" in Rottenacker

Wir möchten uns noch herzlich bei allen Teilnehmern an unserer Online-Diskussion am 09. Dezember 2021 herzlich bedanken. Besonderer Dank gilt Frau Sabine Brandt, die uns mit ihrer Präsentation die schützenswerten Besonderheiten der dort liegenden Streuobstwiese sowie der Blühwiese aufzeigen und erklären konnte.

Herzlichen Dank für die informative Veranstaltung.

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Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger von Rottenacker,

 

im Folgenden möchten wir erläutern, welche Gründe uns bewogen haben sowohl den Bebauungsplan „Schwärze“ als auch den zugehörigen Flächennutzungsplan abzulehnen. Unsere Argumentation beruht auf den Grundsätzen des Naturschutzes, der Vermeidung des ungezügelten Flächenverbrauchs und der sinnvollen und zukunftsorientierten Entwicklung einer Kommune mit und für ihre Einwohner.

 

Die Aufstellung eines Bebauungsplanes erfolgt normalerweise nach den Vorgaben der Landesentwicklungsplanung, des Regionalplans und des Flächennutzungsplans und nicht umgekehrt wie in diesem Falle. Wesentlich ist doch die Frage: Wie soll sich die Kommune entwickeln und wie kann eine attraktive und für die heutigen und zukünftigen Bewohner*innen angenehme Ortschaft gestaltet werden? Wir favorisieren den Grundsatz Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Dabei sind aus unserer Sicht zuerst die innerorts vorhandenen und teils schon erschlossenen Grundstücke zu bebauen. Nach einer Ermittlung durch örtliche Naturschützer sind dies 83 Baugrundstücke. Bei der angegebenen Entwicklung der Bevölkerungszahl von zusätzlichen 37 Einwohnern bis zum Jahr 2035 wären diese Baugrundstücke wohl ausreichend.

 

Für die knapp 3 ha große Baufläche im Baugebiet „Schwärze“ sollen eine einzigartige Blühwiese und ein wertvoller Streuobstbestand geopfert werden. Beide Flächen bieten eine außergewöhnliche Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen, die man mittlerweile nur noch selten antrifft. Nach dem Biodiversitätsstärkungsgesetz des Landes Baden-Württemberg stehen Streuobst­wiesen seit Juli 2020 unter besonderem Schutz. Eine Abholzung von (hier 28) Streuobstbäumen darf nur in Ausnahmefällen mit einer Sondergenehmigung vorgenommen werden. Die untere Naturschutzbehörde muss vor der Abholzung das öffentliche Interesse gegen die Schäden an der Natur abwägen.

 

Wir werden darum kämpfen, dass das ökologisch sehr wertvolle Areal erhalten wird.

 

Als Ausgleich für die Umwidmung der ca. 3 ha großen, seit langem bestehenden Streuobstwiese und der Mähwiese hat die Gemeinde im Bebauungsplan lediglich eine Fläche von 1,26 ha, also nur 42%, vorgesehen.

 Dies kritisieren wir als nicht verhältnismäßig.

 

Die Neupflanzung einzelner Streuobstbäume und der Erhalt von Einzelbäumen in Gärten oder an Straßenrändern kann den Wegfall einer intakten Streuobstwiese (und damit einem ganzheitlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen) ökologisch nicht kompensieren.

 

Darüber hinaus hat das Land BW die Kommunen verpflichtet, bis 2030 15 % ihrer Offenlandflächen dem Biotopverbund zur Verfügung zu stellen. Die Streuobstbestände im Baugebiet „Schwärze“ bilden zusammen mit den südlich liegenden Streuobstbeständen eine Kernfläche im Biotopverbund trocken-feuchter Standorte. Dieser Biotopverbund darf keinesfalls durchschnitten werden. Eine Bebauung des Gebietes widerspricht den Forderungen des Landes und muss deshalb abgelehnt werden.

 

Uns ist sehr wohl bewusst, dass die Erweiterungspläne der Fa. Liebherr in der Region eine Goldgräberstimmung hervorrufen und die Kommunen zügig Baugebiete ausweisen wollen. Wir halten es für dringend erforderlich, dass der Regionalverband in einer konzertierten Aktion mit den Gemeinden nahe der neuen Liebherr-Fabrik die Ausweisung von Baugebieten koordiniert. Dabei kann es nicht sein, dass vielfach Bauflächen ausgewiesen werden und gleichzeitig die letzten Reste unserer schönen und artenreichen Natur zerstört werden. Eine koordinierte Planung, auch unter den Aspekten des Klimaschutzes mit nachhaltiger Energieversorgung muss anstatt Einzelausweisungen der Kommunen regional durchgeführt werden.

 

Ein genaues Abwägen, ob und wo in einer Gemeinde gebaut wird, sind wir alle uns und unseren

Kindern und Enkeln schuldig.

 

Für Fragen und ein klärendes Gespräch stehen wir gerne zur Verfügung. Deshalb laden wir Sie zu einem Online-Austausch am 09.12.2021 ab 19:00 via „Zoom“ ein. Dabei möchten wir Ihnen die Position der Naturschutzverbände erläutern und mit Ihnen diskutieren.

 

Zoom Konferenz Thema: Baugebiet Schwärze in Rottenacker

Donnerstag, 09.Dez.2021

Einwahl ab 18:45, Beginn 19:00 Uhr

  

Über diesen Link können Sie dem Zoom-Meeting beitreten: https://us02web.zoom.us/j/85344605683.

Die Meeting-ID lautet: 853 4460 5683

Meetingkenncode: 661099

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Thaddäus Bamberger                        Sabine Brandt                                             Jana  Slave

Sprecher LNV-Arbeitskreis                                                      Leiterin der NABU Bezirksgeschäftsstelle                                   Geschäftsführerin BUND-Regionalverband

Ulm/Alb-Donau-Kreis                                                                Allgäu-Donau-Oberschwaben                                                        Donau-Iller

 

Kontaktadressen:

 BUND-Geschäftsstelle Ulm Pfauengasse 28, Tel.: 0731 66695, E-Mail: bund.ulm@bund.net,

 NABU Geschäftsstelle Allgäu-Donau-Oberschwaben Leibnizstraße 26, Laupheim,

 Tel: +49 176 47636052 E-Mail: sabine.brandt@NABU-BW.de