Willkommen beim NABU Rottenacker

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl naturkundlicher Exkursionen in die Natur an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

  

Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier in Rottenacker aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei unseren monatlichen Treffen vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Vorstand oder indem Sie über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.

Ausblick:

Gute Bleibe für die Meise

Jetzt Nisthilfen für gefiederte Freunde bauen und aufhängen

Die ersten Gartenvorbereitungen im neuen Jahr stehen an. Wer seine gefiederten Freunde unterstützen möchte, sollte den Garten möglichst naturnah gestalten. Um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, bieten sich auch selbst gebaute Nisthilfen an.

Kohlmeisen rufen mit ihrem typischen Gesang den Frühling herbei. Das könnte man denken, wenn man derzeit im Freien genau hinhört. Tatsächlich aber beginnen Meise, Kleiber und Haussperling schon jetzt mit der Partner- und Quartiersuche. Leider ist der Wohnungsmarkt auch in der Vogelwelt angespannt. „In aufgeräumten Gärten fehlt es ihnen häufig an natürliche Niststätten und Nahrung“, sagt NABU-Ornithologe Stefan Bosch. „Daher sind naturnah gestaltete Gärten so wichtig. Hier können sich Vögel in und an Hecken und alten Obstbäumen verstecken und brüten. Beeren tragende Sträucher, Wiesen und insektenfreundliche Stauden sorgen ganzjährig für Futter.“

Last-Minute-Einzug

Wenn es im eigenen Garten an natürlichen Nistplätzen mangelt, lässt sich kurzfristig für Wohnraum sorgen: „Künstliche Nisthilfen sind für höhlenbrütende Vögel, wie Blau- und Kohlmeise, Kleiber, Haussperling, Hausrotschwanz oder Star, eine gute Alternative. Für die anstehende Saison kann man Nistkästen noch bis Anfang März aufhängen“, erklärt Bosch.

Damit die Nistkästen von den gefiederten Interessenten angenommen werden, müssen sie richtig aufgehängt werden und die Umgebung sollte möglichst naturnah sein. „Während der Brutzeit füttern die Eltern ihre Jungen ununterbrochen mit Insekten, vor allem mit proteinreichen Raupen. Weite Wege zum Buffet sind da hinderlich und können dazu führen, dass die Brut verhungert.“

Nisthilfen bauen:https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/index.htm

Fertige Nistkästen erwerben: Email an mail@nabu-rottenacker.de oder Tel. 07393/4171

Aktuelles zum geplanten Baugebiet "Schwärze"

Das Genehmigungsverfahren zum Bebauungsplan "Schwärze" hat inzwischen mehrere Stufen durchlaufen. Die Beteiligung der Naturschutzverbände durch Stellungnahmen hat dazu geführt, dass der Vorhabensträger die Belange des Naturschutzes durch Plananpassungen und Ausgleichsmaßnahmen umfassender berücksichtigen muss. Dadurch konnte erreicht werden, dass wertvolle und naturschutzrechtlich geschützte Biotope/Lebensräume in`s Bewusstsein gerückt sind und jetzt nicht mehr regelwidrig vernichtet werden.

Jetzt wurde auch noch - aufgrund unserer Hinweise - eine weitere FFH-Mähwiese (Lebensraumtyp 6150) durch das Regierungspräsidium amtlich festgestellt. Das erfordert weitere Ausgleichsmaßnahmen, wenn überhaupt möglich.

Im Rahmen unserer umfassenden Auseinandersetzung mit dem Gebiet  sahen wir auch frühzeitig die bedeutende Rolle der "Schwärze" in ihrem jetzigen ökologischen Zustand für den in Zukunft geforderten Biotopverbund.

Wir warten nun das weitere Verfahren bzw. die Umplanungen ab und hoffen, dass der Schutz und Ausgleich überzeugen kann - das werden dann auch weiterhin die Fachleute von NABU, BUND und LNV bewerten.

Wir haben unsere Überzeugung und unseren satzungsgemäßen Auftrag hoffentlich ausreichend vertreten und wollen auch im Sinne einer Vielzahl unserer Mitglieder zukünftig unsere gefährdeten Ökosysteme engagiert verteidigen.

LANDSCHAFT BEWAHREN STATT ZUKUNFT VERBAUEN

Ihre Stimme gegen den Flächenfraß auf Kosten der Natur

Pro Tag gehen in Baden-Württemberg fünf bis sechs Hektar Wiesen, Wälder und Felder für Siedlungs- und Verkehrsflächen verloren. Das heißt, unsere letzten beiden Generationen haben so viel Freifläche beansprucht wie die vorherigen 80 Generationen zusammen.Die stetig voranschreitende Flächenversiegelung ist eines der größten Natur- und Umweltprobleme in unserem Bundesland. Jeder neu versiegelte Quadratmeter bedeutet den unwiederbringlichen Verlust von Böden zur Lebensmittelproduktion, von Landschaften, Lebensräumen und Biotopen. Dadurch werden das  Artensterben und die Klimaproblematik massiv verschärft.

Deshalb hat ein breites Bündnis aus 15 Organisationen, darunter neben dem NABU z.B. verschiedene Landwirtschaftsverbände, der Landesjagdverband, der Schwäbische Albverein, der Deutsche Alpenverein und der Landesnaturschutzverband, einen Volksantrag an den Landtag gerichtet: Stoppen wir den Flächenfraß in Baden-Württemberg. Darin werden unsere Volksvertreter aufgefordert, durch verschiedene Maßnahmen den Flächenverbrauch zunächst auf 2,5 Hektar pro Tag und bis 2035 auf Netto-Null zu reduzieren.

 

Ihre Stimme zählt!

 

Sie können sich näher informieren unter www.laendle-leben-lassen.de

Unterschriften-Formulare erhalten Sie auch unter mail@nabu-rottenacker.de

Berichte über Ausflüge und  Aktivitäten

Einladung zur Jahreshauptversammlung an alle Mitglieder, am Natur- und Umweltschutz Interessierte und Förderer

am Freitag, 19. Januar 2024 um 19:30 Uhr

im Vereinsheim (Molkerei), Bogenstr. 17, 89616 Rottenacker

Tagesordnung:

1. Begrüßung

2. Tätigkeitsbericht

3. Kassenbericht

4. Bericht der Kassenprüfer

5. Entlastung

6. Wahlen

7. Jahresprogramm 2024

8. Kurzreferat Sabine Brandt (Leiterin der NABU-Bezirksgeschäftsstelle ADO)

9. Verschiedenes, Wünsche, Anregungen

                                              - kurze Pause -

 

            Multivisionsschau „Wilde Heimat“ von und mit Thomas Muth

           Er ist Mitglied der Gesellschaft für Naturfotografie(GDT) und beschäftigt sich schon seit                                         

           seiner Kindheit mit der heimischen Natur. Dabei widmet er seine Energie vor allem den        

           Tieren, die eher „heimlich“ leben und die man daher nur selten zu Gesicht bekommt.

            Mit der Multivisionsschau zeigt Thomas Muth überwiegend die Natur Oberschwabens und       

            der angrenzenden Schwäbischen Alb. Untermalt mit ruhiger Musik und originalen Natur-

            geräuschen ist „Wilde Heimat“ ein erlebnisreicher Spaziergang durch die 4 Jahreszeiten und    

            zeigt Einblicke in die Natur, die den allermeisten Menschen verborgen bleiben.

 

Impressionen aus der "Schwärze"

Soll dieses herrliche, wertvolle Naturidyll wirklich durch ein Baugebiet zerstört werden?

 

Schauen Sie und entscheiden Sie selbst!

Baugebiet "Schwärze" in Rottenacker

Wir möchten uns noch herzlich bei allen Teilnehmern an unserer Online-Diskussion am 09. Dezember 2021 herzlich bedanken. Besonderer Dank gilt Frau Sabine Brandt, die uns mit ihrer Präsentation die schützenswerten Besonderheiten der dort liegenden Streuobstwiese sowie der Blühwiese aufzeigen und erklären konnte.

Herzlichen Dank für die informative Veranstaltung.

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Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger von Rottenacker,

 

im Folgenden möchten wir erläutern, welche Gründe uns bewogen haben sowohl den Bebauungsplan „Schwärze“ als auch den zugehörigen Flächennutzungsplan abzulehnen. Unsere Argumentation beruht auf den Grundsätzen des Naturschutzes, der Vermeidung des ungezügelten Flächenverbrauchs und der sinnvollen und zukunftsorientierten Entwicklung einer Kommune mit und für ihre Einwohner.

 

Die Aufstellung eines Bebauungsplanes erfolgt normalerweise nach den Vorgaben der Landesentwicklungsplanung, des Regionalplans und des Flächennutzungsplans und nicht umgekehrt wie in diesem Falle. Wesentlich ist doch die Frage: Wie soll sich die Kommune entwickeln und wie kann eine attraktive und für die heutigen und zukünftigen Bewohner*innen angenehme Ortschaft gestaltet werden? Wir favorisieren den Grundsatz Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Dabei sind aus unserer Sicht zuerst die innerorts vorhandenen und teils schon erschlossenen Grundstücke zu bebauen. Nach einer Ermittlung durch örtliche Naturschützer sind dies 83 Baugrundstücke. Bei der angegebenen Entwicklung der Bevölkerungszahl von zusätzlichen 37 Einwohnern bis zum Jahr 2035 wären diese Baugrundstücke wohl ausreichend.

 

Für die knapp 3 ha große Baufläche im Baugebiet „Schwärze“ sollen eine einzigartige Blühwiese und ein wertvoller Streuobstbestand geopfert werden. Beide Flächen bieten eine außergewöhnliche Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen, die man mittlerweile nur noch selten antrifft. Nach dem Biodiversitätsstärkungsgesetz des Landes Baden-Württemberg stehen Streuobst­wiesen seit Juli 2020 unter besonderem Schutz. Eine Abholzung von (hier 28) Streuobstbäumen darf nur in Ausnahmefällen mit einer Sondergenehmigung vorgenommen werden. Die untere Naturschutzbehörde muss vor der Abholzung das öffentliche Interesse gegen die Schäden an der Natur abwägen.

 

Wir werden darum kämpfen, dass das ökologisch sehr wertvolle Areal erhalten wird.

 

Als Ausgleich für die Umwidmung der ca. 3 ha großen, seit langem bestehenden Streuobstwiese und der Mähwiese hat die Gemeinde im Bebauungsplan lediglich eine Fläche von 1,26 ha, also nur 42%, vorgesehen.

 Dies kritisieren wir als nicht verhältnismäßig.

 

Die Neupflanzung einzelner Streuobstbäume und der Erhalt von Einzelbäumen in Gärten oder an Straßenrändern kann den Wegfall einer intakten Streuobstwiese (und damit einem ganzheitlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen) ökologisch nicht kompensieren.

 

Darüber hinaus hat das Land BW die Kommunen verpflichtet, bis 2030 15 % ihrer Offenlandflächen dem Biotopverbund zur Verfügung zu stellen. Die Streuobstbestände im Baugebiet „Schwärze“ bilden zusammen mit den südlich liegenden Streuobstbeständen eine Kernfläche im Biotopverbund trocken-feuchter Standorte. Dieser Biotopverbund darf keinesfalls durchschnitten werden. Eine Bebauung des Gebietes widerspricht den Forderungen des Landes und muss deshalb abgelehnt werden.

 

Uns ist sehr wohl bewusst, dass die Erweiterungspläne der Fa. Liebherr in der Region eine Goldgräberstimmung hervorrufen und die Kommunen zügig Baugebiete ausweisen wollen. Wir halten es für dringend erforderlich, dass der Regionalverband in einer konzertierten Aktion mit den Gemeinden nahe der neuen Liebherr-Fabrik die Ausweisung von Baugebieten koordiniert. Dabei kann es nicht sein, dass vielfach Bauflächen ausgewiesen werden und gleichzeitig die letzten Reste unserer schönen und artenreichen Natur zerstört werden. Eine koordinierte Planung, auch unter den Aspekten des Klimaschutzes mit nachhaltiger Energieversorgung muss anstatt Einzelausweisungen der Kommunen regional durchgeführt werden.

 

Ein genaues Abwägen, ob und wo in einer Gemeinde gebaut wird, sind wir alle uns und unseren

Kindern und Enkeln schuldig.

 

Für Fragen und ein klärendes Gespräch stehen wir gerne zur Verfügung. Deshalb laden wir Sie zu einem Online-Austausch am 09.12.2021 ab 19:00 via „Zoom“ ein. Dabei möchten wir Ihnen die Position der Naturschutzverbände erläutern und mit Ihnen diskutieren.

 

Zoom Konferenz Thema: Baugebiet Schwärze in Rottenacker

Donnerstag, 09.Dez.2021

Einwahl ab 18:45, Beginn 19:00 Uhr

  

Über diesen Link können Sie dem Zoom-Meeting beitreten: https://us02web.zoom.us/j/85344605683.

Die Meeting-ID lautet: 853 4460 5683

Meetingkenncode: 661099

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Thaddäus Bamberger                        Sabine Brandt                                             Jana  Slave

Sprecher LNV-Arbeitskreis                                                      Leiterin der NABU Bezirksgeschäftsstelle                                   Geschäftsführerin BUND-Regionalverband

Ulm/Alb-Donau-Kreis                                                                Allgäu-Donau-Oberschwaben                                                        Donau-Iller

 

Kontaktadressen:

 BUND-Geschäftsstelle Ulm Pfauengasse 28, Tel.: 0731 66695, E-Mail: bund.ulm@bund.net,

 NABU Geschäftsstelle Allgäu-Donau-Oberschwaben Leibnizstraße 26, Laupheim,

 Tel: +49 176 47636052 E-Mail: sabine.brandt@NABU-BW.de